{"id":16185,"date":"2026-10-21T16:11:28","date_gmt":"2026-10-21T14:11:28","guid":{"rendered":"https:\/\/praeventionsguide.de\/?page_id=16185"},"modified":"2026-10-21T17:14:32","modified_gmt":"2026-10-21T15:14:32","slug":"betriebliches-gesundheitsmanagement-bgm","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/betriebliches-gesundheitsmanagement-bgm\/","title":{"rendered":"Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)"},"content":{"rendered":"<div class=\"pgp-intro\">\n<h2>BGM verstehen &#8211; was es ist und warum es sich lohnt<\/h2>\n<h3><\/h3>\n<h3>Warum BGM jetzt wichtig ist<\/h3>\n<p data-source-paragraph=\"3\">Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) wird zunehmend wichtiger, da Betriebe gleichzeitig mit Fachkr\u00e4fteengp\u00e4ssen, alternden Belegschaften, hohen Krankenst\u00e4nden und neuer Belastung durch digitale Arbeit umgehen m\u00fcssen. Gerade in KMU f\u00e4llt es schnell ins Gewicht, wenn einzelne Besch\u00e4ftigte l\u00e4nger ausfallen, weil sich Aufgaben dort selten einfach umverteilen lassen. Hybride Arbeit, st\u00e4ndige Erreichbarkeit, KI-gest\u00fctzte Anwendungen und steigender Zeitdruck ver\u00e4ndern den Arbeitsalltag zus\u00e4tzlich. Dabei r\u00fcckt besonders die mit langen Fehlzeiten verbundene psychische Gesundheit in den Mittelpunkt. Auch j\u00fcngere Besch\u00e4ftigte achten verst\u00e4rkt darauf, wie ein Unternehmen mit Gesundheit, Vereinbarkeit und mentaler Belastung umgeht. F\u00fcr die <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/www.iga-info.de\/veroeffentlichungen\/igapodcast\/arbeitgeberattraktivitaet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeitgeberattraktivit\u00e4t<\/a> wird Gesundheit im Betrieb damit zum Wettbewerbsfaktor. BGM hilft, diesen Entwicklungen nicht nur reaktiv zu begegnen, sondern Arbeit vorausschauend gesund zu gestalten.<\/p>\n<h3>Was BGM bedeutet<\/h3>\n<p data-source-paragraph=\"5\">BGM ist ein systematisches Vorgehen, mit dem Gesundheit dauerhaft in Strukturen, Abl\u00e4ufe und F\u00fchrung integriert wird. Ziel ist es, zuerst die Arbeitsbedingungen (Verh\u00e4ltnis) gesundheitsf\u00f6rderlich zu gestalten und erg\u00e4nzend die Gesundheitskompetenz der Besch\u00e4ftigten (Verhalten) zu st\u00e4rken. Damit ist BGM eine Managementaufgabe, die aber nur funktioniert, wenn F\u00fchrungskr\u00e4fte, Besch\u00e4ftigte und betriebliche Akteur:innen einbezogen werden. Wichtig sind Kommunikation, Beteiligung und klare Verantwortlichkeiten. Gut umgesetzt st\u00e4rkt BGM Motivation, Arbeitsf\u00e4higkeit und Bindung der Besch\u00e4ftigten.<\/p>\n<h3>Die zentralen Handlungsfelder<\/h3>\n<p data-source-paragraph=\"7\">Zum BGM geh\u00f6ren f\u00fcnf zentrale Handlungsfelder. Der <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#betrieblicher-arbeitsschutz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Betriebliche Arbeitsschutz<\/a> bildet die verbindliche Grundlage, unter anderem mit der Beurteilung der Arbeitsbedingungen (Gef\u00e4hrdungsbeurteilung) f\u00fcr k\u00f6rperliche und psychische Belastung (\u00a75ArbSchG). Die <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#betriebliche-gesundheitsfoerderung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Betriebliche Gesundheitsf\u00f6rderung<\/a> erg\u00e4nzt dies durch freiwillige Angebote und gesundheitsf\u00f6rderliche Arbeitsbedingungen. <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#rehabilitation\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rehabilitation<\/a> und <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#betriebliche-wiedereingliederung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Betriebliche Wiedereingliederung<\/a> helfen, wenn Besch\u00e4ftigte l\u00e4nger erkranken oder in den Betrieb zur\u00fcckkehren. Die <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#integration-in-den-arbeitsmarkt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Integration in den Arbeitsmarkt<\/a> unterst\u00fctzt Menschen mit Behinderung dabei, eine Besch\u00e4ftigung zu finden und zu behalten. Einen guten \u00dcberblick \u00fcber Unterst\u00fctzungsangebote bieten der <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguidepsyche.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pr\u00e4ventionsguide Psyche<\/a> und der <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguidephysis.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pr\u00e4ventionsguide Physis<\/a>.<\/p>\n<h3>Aufgaben der Akteur:innen im BGM<\/h3>\n<p><span data-contrast=\"none\">Am BGM-Prozess sind diverse betriebliche Akteur:innen beteiligt<\/span><span data-contrast=\"none\">.\u00a0<\/span>Wenn Sie mehr \u00fcber die spezifische Rolle dieser einzelnen Akteur:innen im Gesamtprozess oder in einem bestimmten Handlungsfeld erfahren m\u00f6chten, gibt es eine Gesamt\u00fcbersicht mit weiteren Informationen.<\/p>\n<p>Hier geht es zum <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Akteurstool<\/a>.<\/p>\n<h3>Welchen Nutzen BGM hat<\/h3>\n<p data-source-paragraph=\"9\">Ein wirksames BGM st\u00e4rkt die Gesundheit der Besch\u00e4ftigten, senkt Fehlzeiten und f\u00f6rdert die Bindung von Fachkr\u00e4ften an das Unternehmen. BGM hilft au\u00dferdem, gesetzliche Pflichten aus Arbeitsschutz und BEM in eine schl\u00fcssige Gesamtstrategie einzubetten. Gerade f\u00fcr KMU muss der Einstieg nicht gro\u00df oder teuer sein: Viele Unterst\u00fctzungs- und F\u00f6rderangebote stehen kostenfrei oder bezuschusst zur Verf\u00fcgung, etwa \u00fcber Krankenkassen, Unfallversicherung und Rentenversicherung. Entscheidend ist, Gesundheit nicht als Zusatzthema zu behandeln, sondern als Teil guter Unternehmensf\u00fchrung.\u00a0<span data-contrast=\"none\">Weiterf\u00fchrende Informationen zum BGM \u2013 wie eine \u00dcbersicht zu F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Betriebe \u2013 finden Sie in der <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/www.inqa.de\/SharedDocs\/downloads\/gesunde-mitarbeiter-gesundes-unternehmen-eine-handlungshilfe-fuer-das-betriebliche-gesundheitsmanagement.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">INQA-Handlungshilfe \u201cGesunde Mitarbeiter \u2013 gesundes Unternehmen\u201d<\/a>.\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:120,&quot;335559740&quot;:240}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<\/div>\n<h2><\/h2>\n<h2>BGM Schritt f\u00fcr Schritt umsetzen<\/h2>\n<p data-source-paragraph=\"13\">BGM ist ein Prozess, der sich Schritt f\u00fcr Schritt entwickelt. Der Zyklus beginnt mit der Vorbereitung, geht \u00fcber den Aufbau tragf\u00e4higer Strukturen und eine fundierte Analyse bis zur Planung, Umsetzung und Bewertung von Ma\u00dfnahmen. Die Ergebnisse der Bewertung flie\u00dfen in die n\u00e4chste Runde ein, so schlie\u00dft sich der Kreislauf. Es entsteht mit der Zeit ein System, das auf den Betrieb abgestimmt ist. Sie m\u00fcssen dabei nicht alle Schritte auf einmal gehen.<\/p>\n<div class=\"pgp-cycle\">\n<div class=\"pgp-wheel\" data-pgp-wheel=\"true\">\n<p class=\"pgp-hint\">Der interaktive Pr\u00e4ventionskreis erscheint in der Seitenvorschau.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"pgp-content\">\n<h3 data-pgp-label=\"Vorbereitungsphase\">Schritt 1: Vorbereiten<\/h3>\n<p data-source-paragraph=\"15\">Am Anfang steht die Frage, warum ein Betrieb ein BGM aufbauen m\u00f6chte und was langfristig erreicht werden soll. Diese \u00fcbergeordneten BGM-Ziele geben die strategische Richtung vor und sollten von der Gesch\u00e4ftsleitung getragen werden. Wichtig ist, dass die Ziele realistisch sind und zur Gr\u00f6\u00dfe, Kultur und Situation des Unternehmens passen. Damit aus guten Absichten Verbindlichkeit entsteht, sollten Ziele und Grunds\u00e4tze schriftlich festgehalten werden. Das kann in Leitlinien geschehen oder, wenn ein Betriebs- oder Personalrat besteht, in einer Betriebs- oder Dienstvereinbarung. Darin lassen sich zum Beispiel Zust\u00e4ndigkeiten, Beteiligung, Datenschutz und der Umgang mit Ergebnissen aus Befragungen regeln. <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/www.imu-boeckler.de\/de\/betriebsvereinbarungen-15454-23711.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Praxisbeispiele f\u00fcr Betriebs- und Dienstvereinbarungen<\/a> k\u00f6nnen bei der Vorbereitung eigener Regelungen als Orientierung dienen. Entscheidend ist au\u00dferdem, dass F\u00fchrungskr\u00e4fte und Besch\u00e4ftigte die gemeinsamen Grunds\u00e4tze mittragen. Nur dann werden Ziele nicht nur formuliert, sondern auch im Arbeitsalltag sp\u00fcrbar. F\u00fcr den Anfang gen\u00fcgt oft ein kurzes Leitbild von ein bis zwei Seiten.<\/p>\n<h3 data-pgp-label=\"Aufbau von Strukturen\">Schritt 2: Strukturen aufbauen<\/h3>\n<p data-source-paragraph=\"17\">Viele Betriebe starten beim Thema Gesundheit nicht bei null. H\u00e4ufig gibt es bereits Arbeitsschutz, ergonomische Arbeitspl\u00e4tze, Gespr\u00e4che nach l\u00e4ngerer Krankheit, Bewegungskurse oder flexible L\u00f6sungen f\u00fcr belastete Besch\u00e4ftigte. BGM hilft, diese Aktivit\u00e4ten zusammenzuf\u00fchren und daraus ein stimmiges System zu machen. Daf\u00fcr braucht es klare Rollen, Zust\u00e4ndigkeiten und eine Person oder Stelle, die das BGM koordiniert. In KMU gen\u00fcgt oft ein kleiner Steuerkreis, etwa aus <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#akteur-arbeitgeber\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gesch\u00e4ftsleitung<\/a>, <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#akteur-arzt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Betriebs\u00e4rzt:in<\/a>, <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#akteur-sifa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fachkraft f\u00fcr Arbeitssicherheit<\/a> und <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#akteur-br\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interessenvertretung<\/a>. Wo ein Arbeitsschutzausschuss (ASA, Pflicht ab 20 Besch\u00e4ftigten) besteht, bietet sich dieser als Ort f\u00fcr BGM-Themen an. Die <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#akteur-arbeitgeber\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unternehmensleitung<\/a> gibt die Richtung vor und muss sichtbar hinter dem Thema stehen. <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#akteur-fuehrung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">F\u00fchrungskr\u00e4fte<\/a> sind wichtig, weil ihr Verhalten den Arbeitsalltag pr\u00e4gt. Wie sie diese Rolle im Alltag ausf\u00fcllen, zeigt die Handlungshilfe \u201e<a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/www.inqa.de\/DE\/mediathek\/publikationen\/psyga-ksmds-handlungshilfe-fuehrungskraefte-unternehmen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kein Stress mit dem Stress \u2013 Gesund f\u00fchren<\/a>\u201d. <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#akteur-personal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Personalabteilung<\/a>, <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#akteur-sifa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fachkraft f\u00fcr Arbeitssicherheit<\/a>, <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#akteur-arzt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Betriebs\u00e4rzt:in<\/a>, <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#akteur-bem\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BEM-Beauftragte:r<\/a>, <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#akteur-inklusion\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Inklusionsbeauftragte:r<\/a>, <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#akteur-sibe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sicherheitsbeauftragte:r<\/a>, <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#akteur-br\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interessenvertretung<\/a> und <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguide.de\/index.php\/akteurs-tool\/#akteur-sbv\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schwerbehindertenvertretung<\/a> bringen jeweils eigene Perspektiven ein. Besch\u00e4ftigte sollten aktiv beteiligt werden, weil sie ihren Arbeitsalltag und die tats\u00e4chliche Belastung am besten kennen. Externe Unterst\u00fctzung kann den Aufbau erleichtern, zum Beispiel durch Krankenkassen, Unfallversicherung oder die Deutschen Rentenversicherung.<\/p>\n<h3 data-pgp-label=\"Analyse\">Schritt 3: Analysieren<\/h3>\n<p data-source-paragraph=\"19\">Bevor Ma\u00dfnahmen ausgew\u00e4hlt werden, sollte der Betrieb wissen, wo er in den f\u00fcnf Handlungsfeldern steht. Dazu geh\u00f6ren Arbeitsschutz, Betriebliche Gesundheitsf\u00f6rderung, Rehabilitation, Betriebliches Eingliederungsmanagement und Integration in den Arbeitsmarkt. Viele Informationen liegen oft schon vor, etwa in der Beurteilung der Arbeitsbedingungen (Gef\u00e4hrdungsbeurteilung), in BEM-Kennzahlen, in Fehlzeitenstatistiken oder in Gesundheitsberichten der Krankenkassen. Im Arbeitsschutz geht es darum, k\u00f6rperliche und psychische Belastung systematisch zu erkennen und Ma\u00dfnahmen daraus abzuleiten. Beim Einstieg kann der <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/www.inqa.de\/DE\/mediathek\/publikationen\/inqa-check-gesundheit.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">INQA-Check Gesundheit<\/a> helfen. In der Betrieblichen Gesundheitsf\u00f6rderung wird betrachtet, welche Belastung, Ressourcen und bestehenden Angebote es im Arbeitsalltag gibt. Bei Rehabilitation und BEM geht es darum, ob R\u00fcckkehrprozesse funktionieren und wo Br\u00fcche entstehen. Besch\u00e4ftigtenbefragungen, vertrauliche Interviews oder moderierte Workshops helfen dabei, Fehlbelastung zu erkennen und nachzuvollziehen, welche Arbeitsbedingungen dazu beitragen. F\u00fcr die Gef\u00e4hrdungsbeurteilung psychischer Belastung finden sich passende <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguidepsyche.de\/index.php\/betrieblicher-arbeitsschutz\/#instrumente-zur-psychischen-belastung-in-der-gefaehrdungsbeurteilung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Instrumente im Pr\u00e4ventionsguide Psyche<\/a>, f\u00fcr k\u00f6rperliche Belastung entsprechende <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguidephysis.de\/index.php\/betrieblicher-arbeitsschutz-praeventionsguide-physis\/#instrumente-zur-physischen-belastung-in-der-gefaehrdungsbeurteilung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Instrumente im Pr\u00e4ventionsguide Physis<\/a>. Zur Auswahl geeigneter Instrumente f\u00fcr psychische Belastung kann au\u00dferdem der <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguidepsyche.de\/index.php\/betrieblicher-arbeitsschutz\/#instrumente-zur-psychischen-belastung-in-der-gefaehrdungsbeurteilung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GB-Psych Kompass<\/a> genutzt werden.<\/p>\n<h3 data-pgp-label=\"Ma\u00dfnahmenplanung\">Schritt 4: Ma\u00dfnahmen planen<\/h3>\n<p data-source-paragraph=\"21\">Aus der Analyse werden konkrete Gesundheitsziele und Handlungsschwerpunkte abgeleitet. Diese Ziele sind spezifischer als die \u00fcbergeordneten BGM-Ziele aus der Vorbereitungsphase. Sie beschreiben, was sich f\u00fcr bestimmte Besch\u00e4ftigtengruppen, T\u00e4tigkeiten oder Arbeitsbereiche verbessern soll. Entscheidend ist, nicht einfach beliebte Standardangebote zu \u00fcbernehmen, sondern den tats\u00e4chlichen Bedarf im Betrieb aufzugreifen. Ein Ern\u00e4hrungskurs kann sinnvoll sein, geht aber am Ziel vorbei, wenn die gr\u00f6\u00dfte Belastung durch Zeitdruck, Konflikte oder ung\u00fcnstige Arbeitsorganisation entsteht. Deshalb sollten Ma\u00dfnahmen priorisiert werden: Was ist dringlich? Was verspricht Wirkung? Was l\u00e4sst sich realistisch umsetzen? Besonders nachhaltig sind Ma\u00dfnahmen, die Arbeitsbedingungen verbessern, etwa Ergonomie, F\u00fchrung, Arbeitsorganisation oder Erreichbarkeit. Verhaltensbezogene Angebote wie Bewegung, Ern\u00e4hrung oder Stressbew\u00e4ltigung k\u00f6nnen erg\u00e4nzen, sollten aber nicht f\u00fcr sich alleinstehen. Wirksames BGM verzahnt die f\u00fcnf Handlungsfelder, statt einzelne Aktionen nebeneinanderzustellen.<\/p>\n<h3 data-pgp-label=\"Ma\u00dfnahmenumsetzung\">Schritt 5: Ma\u00dfnahmen umsetzen<\/h3>\n<p data-source-paragraph=\"23\">In der Umsetzung zeigt sich, ob das BGM im Arbeitsalltag tr\u00e4gt. Wichtig ist nicht die Anzahl der Ma\u00dfnahmen, sondern ihre Passung zum Bedarf und ihre Verbindung untereinander. Ein gutes BGM nutzt vorhandene Angebote im richtigen Moment f\u00fcr den richtigen Bedarf. Wenn etwa Besch\u00e4ftigte nach l\u00e4ngerer Erkrankung zur\u00fcckkehren, k\u00f6nnen Rehabilitation, Betriebliche Wiedereingliederung, Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsf\u00f6rderung ineinandergreifen. F\u00fcr Betriebe sind Krankenkassen, Unfallversicherung und die Deutsche Rentenversicherung wichtige externe Partner. Erg\u00e4nzende Impulse bieten das <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/www.dnbgf.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutsche Netzwerk f\u00fcr Betriebliche Gesundheitsf\u00f6rderung<\/a>, die <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguidepsyche.de\/index.php\/psychisch-fit-bleiben-2-2\/#initiative-gesundheit-und-arbeit-iga\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Initiative Gesundheit und Arbeit<\/a> und <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguidepsyche.de\/index.php\/psychisch-fit-bleiben-2-2\/#initiative-neue-qualitaet-der-arbeit-inqa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">INQA Gesundheit<\/a>. Gerade in kleinen Betrieben helfen kurze Wege, pers\u00f6nliche Gespr\u00e4che und ein direkter Blick auf die Belastung. Damit Ma\u00dfnahmen angenommen werden, m\u00fcssen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung, F\u00fchrungskr\u00e4fte und Besch\u00e4ftigte regelm\u00e4\u00dfig eingebunden und verst\u00e4ndlich informiert werden. Eine \u00dcbersicht der Pr\u00e4ventionsangebote finden Sie in den Pr\u00e4ventionsguides <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguidephysis.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Physis<\/a> und <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguidepsyche.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Psyche<\/a>.<\/p>\n<p data-source-paragraph=\"23\">In der Umsetzung zeigt sich, ob das BGM im Arbeitsalltag tr\u00e4gt. Wichtig ist nicht die Anzahl der Ma\u00dfnahmen, sondern ihre Passung zum Bedarf und ihre Verbindung untereinander. Ein gutes BGM nutzt vorhandene Angebote im richtigen Moment f\u00fcr den richtigen Bedarf. Wenn etwa Besch\u00e4ftigte nach l\u00e4ngerer Erkrankung zur\u00fcckkehren, k\u00f6nnen Rehabilitation, Betriebliche Wiedereingliederung, Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsf\u00f6rderung ineinandergreifen. F\u00fcr Betriebe sind Krankenkassen, Unfallversicherung und die Deutsche Rentenversicherung wichtige externe Partner. Erg\u00e4nzende Impulse bieten das <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/www.dnbgf.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutsche Netzwerk f\u00fcr Betriebliche Gesundheitsf\u00f6rderung<\/a>, die <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguidepsyche.de\/index.php\/psychisch-fit-bleiben-2-2\/#initiative-gesundheit-und-arbeit-iga\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Initiative Gesundheit und Arbeit<\/a> und <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguidepsyche.de\/index.php\/psychisch-fit-bleiben-2-2\/#initiative-neue-qualitaet-der-arbeit-inqa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">INQA Gesundheit<\/a>. Gerade in kleinen Betrieben helfen kurze Wege, pers\u00f6nliche Gespr\u00e4che und ein direkter Blick auf die Belastung. Damit Ma\u00dfnahmen angenommen werden, m\u00fcssen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung, F\u00fchrungskr\u00e4fte und Besch\u00e4ftigte regelm\u00e4\u00dfig eingebunden und verst\u00e4ndlich informiert werden. Eine \u00dcbersicht der Pr\u00e4ventionsangebote finden Sie in den Pr\u00e4ventionsguides <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguidephysis.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Physis<\/a> und <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/praeventionsguidepsyche.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Psyche<\/a>.<\/p>\n<h3 data-pgp-label=\"Evaluation\">Schritt 6: Erfolg messen<\/h3>\n<p data-source-paragraph=\"25\">Zum Schluss wird gepr\u00fcft, ob das BGM wirkt und wo nachgesteuert werden muss. Verbindliche Qualit\u00e4tsnormen f\u00fcr ein BGM gibt es nicht, aber bew\u00e4hrte Kriterien helfen bei der Bewertung. Ein besonders wichtiger Hinweis auf Erfolg ist, ob Besch\u00e4ftigte die Ma\u00dfnahmen annehmen und positiv bewerten. Gleichzeitig sollte der Betrieb pr\u00fcfen, ob das BGM noch zu den urspr\u00fcnglichen Zielen passt. Gute Evaluation schaut nicht nur auf einzelne Angebote, sondern auf die gesamte Arbeitssituation der Besch\u00e4ftigten. Daf\u00fcr eignen sich R\u00fcckmeldungen aus Befragungen, Gespr\u00e4chen, Workshops oder Teambesprechungen. Erg\u00e4nzend k\u00f6nnen Kennzahlen genutzt werden, etwa Krankenstand, Teilnahmequoten, BEM-Angebote, BEM-Verl\u00e4ufe, stufenweise Wiedereingliederungen oder die Besch\u00e4ftigungsquote schwerbehinderter Menschen. Wichtig ist, Kennzahlen mit Augenma\u00df zu verwenden und sie nicht losgel\u00f6st vom betrieblichen Kontext zu betrachten. Wirkungen zeigen sich oft erst nach sechs bis zw\u00f6lf Monaten, manchmal auch sp\u00e4ter. Was gut funktioniert, sollte weitergef\u00fchrt und ausgebaut werden; was nicht wirkt, wird angepasst oder beendet. So entwickelt sich BGM zu einem lernenden System, das mit dem Betrieb mitw\u00e4chst.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"bgm-weiterlesen\" class=\"pgp-reading\">\n<h2><\/h2>\n<h2>Weiterf\u00fchrende Informationen<\/h2>\n<p>Die <a style=\"text-decoration: underline !important; text-underline-offset: 0.15em;\" href=\"https:\/\/www.inqa.de\/SharedDocs\/downloads\/gesunde-mitarbeiter-gesundes-unternehmen-eine-handlungshilfe-fuer-das-betriebliche-gesundheitsmanagement.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">INQA-Handlungshilfe \u201eGesunde Mitarbeiter \u2013 gesundes Unternehmen\u201c<\/a> bietet praktische Anleitungen, Tipps und Beispiele f\u00fcr den Aufbau und die Weiterentwicklung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BGM verstehen &#8211; was es ist und warum es sich lohnt Warum BGM jetzt wichtig ist Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) wird zunehmend wichtiger, da Betriebe gleichzeitig mit Fachkr\u00e4fteengp\u00e4ssen, alternden Belegschaften, hohen Krankenst\u00e4nden und neuer Belastung durch digitale Arbeit umgehen m\u00fcssen. 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